Sicherheit

Wie PrivaLog dein Tagebuch schützt

Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2026

Die Kurzfassung

Deine Einträge werden auf deinem Gerät verschlüsselt. Ohne Konto bleibt dein Tagebuch auf diesem Gerät, und nichts davon wird an uns gesendet. Mit Konto erreichen uns Einträge nur verschlüsselt. Der Schlüssel, der sie öffnet, ist mit einer Passphrase gesperrt, die nur du kennst, und diese Passphrase verlässt dein Gerät nie. Wir speichern dieses Tagebuch, können es aber nicht lesen. Wenn du deine Passphrase verlierst, kann niemand diese Einträge zurückholen, auch wir nicht.

PrivaLog ist nicht Open Source. Stattdessen dokumentieren wir auf dieser Seite, was der Code tut. Sie beschreibt die Apps für iPhone, iPad und Mac und die Web-App so, wie sie heute funktionieren.

Was auf deinem Gerät passiert

Der Tagebuchschlüssel

Wenn du ein Tagebuch beginnst, erzeugt die App einen Tagebuchschlüssel: eine zufällige 256-Bit-Zahl, die deine Einträge ver- und entschlüsselt. Einträge werden mit AES-256-GCM verschlüsselt, einem weit verbreiteten Verschlüsselungsverfahren. Es erkennt auch Manipulation: Wurde ein verschlüsselter Eintrag verändert, öffnet die App ihn nicht, statt veränderten Text anzuzeigen.

Ein Tagebuch ohne Konto

Wenn du ohne Konto losschreibst, gibt es keine Passphrase. Der Tagebuchschlüssel liegt im Schlüsselbund deines Geräts, und das Tagebuch öffnet sich so, wie du dein Gerät entsperrst: mit Face ID, Touch ID oder deinem Gerätecode. Das ist eine Sperre in der App, kein zweiter Schlüssel: Wer dein Gerät entsperren kann, kann auch das Tagebuch öffnen. Auf einem Gerät ohne Code wird das Tagebuch nicht gesperrt. Nichts aus deinem Tagebuch wird an uns gesendet. Der Schlüssel ist nicht an dieses eine Gerät gebunden. Ein verschlüsseltes Backup deines iPhone oder iPad, in iCloud oder auf einem Computer, enthält deshalb dein Tagebuch samt Schlüssel. Wie gut dieses Backup geschützt ist, hängt von Apple ab: Ein iCloud-Backup ist nur mit dem erweiterten Datenschutz Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Wir bekommen nie eine Kopie.

Die Passphrase

Wenn du ein Konto erstellst, wählst du eine Tagebuch-Passphrase mit mindestens 8 Zeichen. Die App macht daraus mit Argon2id einen zweiten Schlüssel. Argon2id ist ein Verfahren, das jeden Rateversuch langsam macht und viel Speicher braucht. Dieser zweite Schlüssel sperrt deinen Tagebuchschlüssel. Nur der gesperrte Tagebuchschlüssel wird an uns gesendet. Beim Entsperren lädt dein Gerät den gesperrten Schlüssel herunter und erledigt die ganze Arbeit selbst. Deine Passphrase wird nie an uns gesendet. Hast du vorher ohne Konto geschrieben, behält dein Tagebuch denselben Tagebuchschlüssel: Die Passphrase sperrt ihn, und deine Einträge ziehen in dein Konto um. Ab dann ist der Schlüssel auf deinem Gerät nicht mehr in Geräte-Backups enthalten; auf einem neuen Gerät nutzt du deine Passphrase.

Was verschlüsselt ist

Alles, was du in einen Eintrag schreibst, wird zusammen verschlüsselt: der Titel, der Text, deine Stimmung, Tags, die Favoriten-Markierung und Orte, einschließlich ihrer Koordinaten. Das Datum eines Eintrags ist nicht verschlüsselt. Siehe Was unsere Server speichern.

Face ID, Touch ID und Code

Mit Konto öffnest du dein Tagebuch mit deiner Passphrase oder mit Face ID oder Touch ID. Auf einem Gerät mit Face ID oder Touch ID wird das eingeschaltet, sobald du deine Passphrase erstellst oder ein Tagebuch mit deinem Konto zusammenführst, außer du hast vorher etwas anderes gewählt. In den Einstellungen kannst du es ausschalten. Die App speichert dann den Tagebuchschlüssel, nicht deine Passphrase, im Schlüsselbund. Diese Kopie bleibt auf diesem Gerät, ist nicht in Backups enthalten und kann erst gelesen werden, nachdem Face ID oder Touch ID erfolgreich war. Der Gerätecode reicht nicht: Wer gesehen hat, wie du ihn eintippst, kann dein Tagebuch trotzdem nicht öffnen. Auf einem Gerät ohne Face ID oder Touch ID kannst du stattdessen das Entsperren mit dem Gerätecode wählen. Das System prüft dein Gesicht oder deinen Fingerabdruck; PrivaLog erhält sie nie. Fügst du ein Gesicht oder einen Fingerabdruck hinzu oder entfernst eins, funktioniert der gespeicherte Schlüssel nicht mehr und du entsperrst einmal mit deiner Passphrase.

Wie lange das Tagebuch offen bleibt

Nach dem Entsperren bleibt der Tagebuchschlüssel im Speicher der App, bis das Tagebuch gesperrt wird. Das passiert, wenn du es selbst sperrst, dich abmeldest oder die App beendest, und wenn PrivaLog so lange im Hintergrund war, wie du in den Einstellungen festlegst: sofort, nach 1, 5 oder 15 Minuten, nach einer Stunde oder nie. Standardmäßig ist das 1 Minute auf iPhone und iPad und 5 Minuten auf dem Mac. Auf dem Mac wird das Tagebuch außerdem sofort gesperrt, wenn der Bildschirm gesperrt wird oder in den Ruhezustand geht, außer du hast „Nie“ gewählt. Solange die App im Hintergrund ist, wird ihr Bildschirm verdeckt, sodass der App-Umschalter deine Einträge nicht zeigt. Beim Abmelden wird der gespeicherte Schlüssel aus dem Schlüsselbund gelöscht. Die verschlüsselten Kopien deiner Einträge bleiben auf dem Gerät, damit du noch nicht synchronisierte Einträge nicht verlierst.

Suche

Die Suche läuft auf deinem Gerät, über Einträge, die bereits entschlüsselt im Speicher liegen. Es wird kein Suchindex auf die Festplatte geschrieben oder an uns gesendet.

Was unsere Server speichern

Das gilt für Konten. Ein Tagebuch ohne Konto erreicht unsere Server nie. Wir nutzen Supabase für Konten und Speicherung. Unser Supabase-Projekt läuft in der EU, in Irland. Jedes Konto kann nur auf seine eigenen Zeilen zugreifen; die Datenbank setzt das durch.

E-Mail-Adresse und Konto-ID
Warum: Um dich anzumelden und deine Daten dir zuzuordnen
Können wir es lesen? Ja
Anmeldedaten: ein Passwort oder deine Identität über „Mit Apple anmelden“
Warum: Um dich anzumelden
Können wir es lesen? Wir sehen, welche Methode du nutzt. Ein Passwort speichert Supabase als Hash, nicht als lesbaren Text.
Verschlüsselte Einträge
Warum: Um dein Tagebuch zwischen Geräten zu synchronisieren
Können wir es lesen? Nein
Datum der Einträge
Warum: Um jeden Eintrag zu finden und zu synchronisieren. Es gibt höchstens einen Eintrag pro Tag.
Können wir es lesen? Ja
Erstellungs- und Änderungszeiten, Versionsnummern und technische Felder, die zum Entschlüsseln nötig sind
Warum: Zum Synchronisieren und zum Lösen von Konflikten
Können wir es lesen? Ja. Sie sagen nichts darüber, was du geschrieben hast.
Gesperrter Tagebuchschlüssel
Warum: Damit du auf einem anderen Gerät entsperren kannst
Können wir es lesen? Nein. Er ist mit einem Schlüssel verschlüsselt, den nur deine Passphrase erzeugen kann.
Entsperrprüfung
Warum: Damit die App erkennen kann, ob eine Passphrase stimmt
Können wir es lesen? Nein. Es ist ein kurzer bekannter Text, verschlüsselt mit deinem Tagebuchschlüssel. Er zeigt, ob ein Schlüssel stimmt, nicht den Schlüssel selbst.
Salt und Argon2id-Einstellungen
Warum: Damit jedes Gerät deine Passphrase in denselben Schlüssel umwandelt
Können wir es lesen? Ja. Sie sind nicht geheim.
Einstellungen: Sprache, Design, Darstellung der Zeitleiste
Warum: Damit sie dir auf andere Geräte folgen
Können wir es lesen? Ja
Wann du die Bedingungen akzeptiert und die Hinweise zu Passphrase und Backup bestätigt hast
Warum: Als Nachweis deiner Zustimmung
Können wir es lesen? Ja
Status von Testphase und Abo sowie die Apple-Transaktions-ID eines Kaufs
Warum: Um zu wissen, ob Cloud-Sync aktiv ist
Können wir es lesen? Ja

Kurz gesagt: Wir sehen, dass du ein Konto hast, deine E-Mail-Adresse, an welchen Tagen du geschrieben hast und wann. Wir sehen nicht, was du geschrieben hast.

Cloud-Sync setzt eine aktive Testphase oder Pro voraus. Ohne sie bleiben neue Einträge auf deinem Gerät und werden nicht an uns gesendet. Bereits synchronisierte Einträge bleiben verschlüsselt gespeichert, bis du sie oder dein Konto löschst. Der gesperrte Tagebuchschlüssel und die Entsperrprüfung werden für jedes Konto gespeichert.

Wenn du dein Konto löschst, werden dein Konto, deine Einträge, der gesperrte Schlüssel und der Abo-Status sofort aus unserer Datenbank gelöscht. Kopien können für begrenzte Zeit in Backups unserer Dienstleister verbleiben. Kaufdaten, die Apple und RevenueCat speichern, werden dadurch nicht gelöscht.

Kontopasswort und Tagebuch-Passphrase

Mit Konto nutzt PrivaLog zwei getrennte Geheimnisse. Sie haben unterschiedliche Aufgaben.

  • Dein Kontopasswort (oder „Mit Apple anmelden“ oder ein E-Mail-Link) weist gegenüber unserem Server nach, wer du bist. Du kannst es per E-Mail zurücksetzen. Das Zurücksetzen öffnet dein Tagebuch nicht.
  • Deine Tagebuch-Passphrase sperrt deinen Tagebuchschlüssel. Sie verlässt dein Gerät nie, wir sehen sie nie, und niemand kann sie zurücksetzen.

Dein Kontopasswort wird zur Anmeldung über eine verschlüsselte Verbindung gesendet, wie auf jeder Website. Deine Tagebuch-Passphrase wird gar nicht gesendet. Verwende für beides etwas anderes.

Dienste, die wir nutzen

Supabase
Wofür: Konten und verschlüsselte Speicherung
Was der Dienst sieht: Alles aus der Tabelle oben, dazu IP-Adressen
Vercel
Wofür: Hostet diese Website und die Web-App
Was der Dienst sieht: IP-Adressen und die aufgerufenen Seiten. Wenn du dich im Web anmeldest, geht dein Kontopasswort über Vercel an Supabase. Statistiken zu Seitenaufrufen, nur auf der Startseite und ohne Cookies (Vercel Web Analytics).
RevenueCat
Wofür: Pro-Abo-Status in den Apps
Was der Dienst sieht: Beim Start der App eine zufällige Kennung, die RevenueCat selbst erzeugt, und technische Daten wie deine IP-Adresse sowie App- und Systemversion. Mit Konto außerdem deine Konto-ID, eine zufällige Kennung, und deine Käufe. Nie deine E-Mail-Adresse oder deine Einträge.
Apple
Wofür: App Store, Zahlungen und „Mit Apple anmelden“
Was der Dienst sieht: Deine Käufe und deine Apple-ID, wenn du „Mit Apple anmelden“ nutzt. Nichts aus deinem Tagebuch.
Apple Karten
Wofür: Ortssuche und aktueller Standort in den Apps, nur wenn du einen Ort hinzufügst
Was der Dienst sieht: Dein Suchtext oder dein Standort, wenn du den aktuellen Standort nutzt
OpenStreetMap Nominatim
Wofür: Ortssuche in der Web-App, nur wenn du einen Ort hinzufügst
Was der Dienst sieht: Dein Suchtext und deine IP-Adresse
jsDelivr
Wofür: Emoji-Bilder in PDF-Exporten aus der Web-App
Was der Dienst sieht: Welche Emoji in den exportierten Einträgen vorkommen, und deine IP-Adresse

Der Ort, den du auswählst, wird nur im verschlüsselten Eintrag gespeichert. Die Apps und die angemeldete Web-App enthalten keinen Analyse- oder Werbecode.

Offline

  • iPhone, iPad und Mac: Du kannst ohne Verbindung lesen und schreiben. Neue und geänderte Einträge werden zuerst verschlüsselt, auf dem Gerät gespeichert und gesendet, sobald du wieder online bist, wenn Cloud-Sync aktiv ist.
  • Web: Die Web-App braucht zum Öffnen eine Verbindung. Ist sie schon offen und bricht die Verbindung ab, werden Einträge, die du speicherst, verschlüsselt und im Browser aufbewahrt, bis du wieder online bist. Schreiben im Web setzt eine aktive Testphase oder Pro voraus.

Offline-Kopien sind genauso verschlüsselt wie die Kopien auf unseren Servern.

Die Web-Version

Die Web-App verschlüsselt in deinem Browser, mit demselben Verfahren und denselben Einstellungen wie die Apps: AES-256-GCM über das eingebaute Web Crypto des Browsers und Argon2id über eine WebAssembly-Bibliothek.

Es gibt einen wichtigen Unterschied. Eine App aus dem App Store ist signiert und geprüft, bevor sie dich erreicht, und bleibt gleich, bis du sie aktualisierst. Die Web-App wird bei jedem Öffnen von unserem Server gesendet. Würde dieser Server veränderten Code senden, könnte dieser Code deine Passphrase lesen, während du sie eingibst. Wenn du die Web-Version nutzt, vertraust du bei jedem Besuch uns und unserem Hosting-Anbieter.

Einige Maßnahmen begrenzen das, beseitigen es aber nicht. Die Website wird nur über HTTPS ausgeliefert. Eine Content Security Policy erlaubt Seiten nur Verbindungen zu unserer eigenen Website und den oben genannten Diensten, und Bilder nur von unserer eigenen Website. Inline-Skripte sind erlaubt, weil das Framework der Website sie braucht. Wir nutzen keine Subresource Integrity.

Nach dem Entsperren bewahrt die Web-App deinen Tagebuchschlüssel im Speicher des Browsers auf, in einer Form, die die Seite nutzen, aber nicht lesen oder kopieren kann. Der Tab kann ihn nutzen, bis du das Tagebuch sperrst, dich abmeldest oder den Tab schließt. Es gibt keine automatische Zeitsperre. Beim Abmelden werden alle gespeicherten Schlüssel entfernt, die verschlüsselten Kopien deiner Einträge bleiben aber im Browser.

Wenn du das stärkere Modell willst, nutze die App für iPhone, iPad oder Mac.

Wenn du deine Passphrase verlierst

Es gibt kein Zurücksetzen und keine Wiederherstellung. Wir haben weder deine Passphrase noch deinen Tagebuchschlüssel, also können wir dein Tagebuch nicht für dich öffnen, und niemand sonst auch nicht. Das ist Absicht: Ein Zugang für uns wäre auch ein Zugang für andere. Ohne die Passphrase sind deine Einträge nicht mehr lesbar. Du kannst dein Konto löschen und ein neues anlegen.

  • Bewahre deine Passphrase an einem Ort auf, den nur du kontrollierst, etwa in einem Passwortmanager oder als Notiz an einem sicheren Ort.
  • Face ID und Touch ID ersetzen sie nicht. Du brauchst die Passphrase auf einem neuen Gerät, nach dem Abmelden und nachdem ein Gesicht oder Fingerabdruck hinzugefügt oder entfernt wurde.
  • Ist ein Gerät noch entsperrt, kannst du dort noch eine lesbare Kopie exportieren. Behandle diese Datei wie das Tagebuch selbst.
  • Ein Tagebuch ohne Konto hat keine Passphrase. Es existiert nur auf diesem Gerät und in dessen Backups. Verlierst du das Gerät ohne Backup, ist das Tagebuch weg; wir haben keine Kopie.

Wovor PrivaLog nicht schützt

  • Jemand, der dein Gerät nutzt, während das Tagebuch offen ist, oder einen offenen Browser-Tab. In den Apps bleibt das Tagebuch offen, bis es gesperrt wird, wie oben beschrieben.
  • Jemand, der deinen Gerätecode kennt, wenn du ohne Konto schreibst. Dieses Tagebuch öffnet sich so, wie sich dein Gerät entsperrt.
  • Schadsoftware, eine bösartige Browser-Erweiterung oder Tastatur auf deinem Gerät. Sie sieht, was du siehst und tippst.
  • Jemand, der deine Passphrase kennt. Eine neue Passphrase ändert den Tagebuchschlüssel selbst nicht. Wer die alte Passphrase kannte und eine Kopie des alten gesperrten Schlüssels behalten hat, könnte deine Einträge also weiterhin lesen.
  • Eine schwache Passphrase. Wer eine Kopie unserer Datenbank hat, könnte versuchen, sie offline zu erraten. Argon2id macht jeden Versuch langsam, aber eine kurze oder häufige Passphrase kann trotzdem gefunden werden.
  • Metadaten: deine E-Mail-Adresse, die Tage, an denen du geschrieben hast, wann Einträge erstellt und geändert wurden, wie viele es sind, dein Abo-Status und IP-Adressen in den Protokollen unserer Dienstleister.
  • Lesbare Exporte. PDF-, Markdown-, KML- und lesbare JSON-Dateien sind Klartext. Wer die Datei bekommt, kann sie lesen. Verschlüsselte Backups sind ohne deinen Tagebuchschlüssel nicht lesbar.
  • Bildschirmfotos, kopierter Text und alles andere, was die App verlässt.
  • Veränderter Code, der an die Web-App gesendet wird, wie oben beschrieben.
  • Ein Server, der Daten zurückhält. Er kann einen Eintrag nicht ändern, ohne dass die App es bemerkt, und ihn nicht auf einen anderen Tag oder ein anderes Konto verschieben. Er könnte aber Einträge löschen oder eine ältere Version eines Eintrags zurückgeben.
  • Suchanfragen und Standorte, die du an Apple Karten oder OpenStreetMap sendest, wenn du einen Ort hinzufügst.

Technische Details

Einträge

  • AES-256-GCM mit einer 96-Bit-Nonce und einem 128-Bit-Authentifizierungstag. Für jede Verschlüsselung wird eine neue zufällige Nonce erzeugt; Nonces werden nie absichtlich wiederverwendet.
  • Der Klartext ist ein JSON-Objekt mit den Feldern des Eintrags. Additional Authenticated Data bindet jeden Ciphertext an sein Konto, seinen Eintrag und sein Datum: {"v":1,"user_id":…,"entry_id":…,"entry_date":…,"crypto_schema_version":…}

Schlüssel

  • Tagebuchschlüssel (DEK): 256 Bit aus dem sicheren Zufallsgenerator des Systems.
  • Schlüsselverschlüsselungsschlüssel (KEK): Argon2id(Passphrase, Salt). Das Salt besteht aus 128 zufälligen Bits.
  • Argon2id Version 1.3 (0x13), Speicher 65.536 KiB (64 MiB), 3 Iterationen, Parallelität 1, 32 Byte Ausgabe. Auf jeder Plattform gleich. Die Einstellungen werden pro Konto gespeichert.
  • Schlüsselumhüllung (Key-Wrap): AES-256-GCM-Verschlüsselung des DEK mit dem KEK, mit einer eigenen zufälligen 96-Bit-Nonce und ohne Additional Data.
  • Entsperrprüfung: AES-256-GCM-Verschlüsselung eines festen Textes mit dem DEK, mit einer eigenen zufälligen Nonce.
  • Eine neue Passphrase erzeugt ein neues Salt und einen neuen KEK und umhüllt denselben DEK erneut. Einträge werden nicht neu verschlüsselt.
  • Tagebücher, die vor Einführung der Schlüsselumhüllung angelegt wurden, nutzen die Argon2id-Ausgabe selbst als DEK. Sie wird im selben Format umhüllt gespeichert.

Bibliotheken

  • iPhone, iPad und Mac: Apple CryptoKit für AES-GCM; Argon2Swift auf der Argon2-Referenzimplementierung (phc-winner-argon2); das Security-Framework für Zufallsbytes und den Schlüsselbund; LocalAuthentication für Face ID und Touch ID.
  • Web: die Web Crypto API für AES-GCM und Zufallsbytes; hash-wasm (WebAssembly) für Argon2id.

Speicherung auf dem Gerät

  • Tagebuch mit Konto, Entsperren mit Face ID oder Touch ID: ein Schlüsselbund-Eintrag, der nur lesbar ist, solange das Gerät entsperrt ist (kSecAttrAccessibleWhenUnlockedThisDeviceOnly), nie mit einem anderen Gerät synchronisiert oder darauf wiederhergestellt wird und erst nach erfolgreichem Face ID oder Touch ID gelesen werden kann (biometryCurrentSet). Auf Geräten ohne Biometrie kann stattdessen der Gerätecode gewählt werden (userPresence).
  • Tagebuch ohne Konto: Der DEK ist ein Schlüsselbund-Eintrag, der lesbar ist, solange das Gerät entsperrt ist (kSecAttrAccessibleWhenUnlocked), ohne Zugriffskontrolle, und ist deshalb in verschlüsselten Geräte-Backups enthalten. Bevor die App das Tagebuch öffnet, verlangt sie Face ID, Touch ID oder den Gerätecode (deviceOwnerAuthentication). Einträge nutzen dasselbe Format, mit der zufälligen ID des Tagebuchs im Feld user_id.
  • Umzug in ein Konto: Jeder Eintrag wird entschlüsselt, mit der Konto-ID in den Additional Authenticated Data neu verschlüsselt und vor dem Hochladen durch Entschlüsseln geprüft. Bei einem neuen Konto bleibt der DEK derselbe; beim Zusammenführen mit einem bestehenden Konto werden die Einträge mit dessen DEK verschlüsselt. Lokale Daten werden erst gelöscht, wenn jeder Eintrag bestätigt und jeder Tag mit einem Eintrag an beiden Orten geklärt ist.
  • Offline-Kopien: nur Ciphertext, im eigenen Speicher der App auf Apple-Geräten und in IndexedDB im Browser.
  • Web-Sitzung: Der DEK ist ein nicht exportierbarer Web-Crypto-Schlüssel in IndexedDB; sessionStorage enthält nur eine zufällige ID für den Tab. Schlüssel von Tabs, die ohne Sperren geschlossen wurden, bleiben bis zum nächsten Entsperren oder Abmelden in diesem Browser bestehen.

Server

  • Row-Level Security in Postgres beschränkt jede Tabelle auf die Zeilen des angemeldeten Kontos.
  • Alle Verbindungen nutzen HTTPS. Diese Website sendet einen Strict-Transport-Security-Header.

Ein Sicherheitsproblem melden

Wenn du ein Sicherheitsproblem findest, schreib eine E-Mail an privacy@nextdevstudio.com. Beschreibe bitte die Schritte, um es nachzustellen, und gib uns angemessen Zeit, es zu beheben, bevor du Details veröffentlichst.

Zuletzt aktualisiert

14. Oktober 2026. Wenn wir ändern, wie Verschlüsselung, Speicherung oder externe Dienste funktionieren, aktualisieren wir diese Seite. Siehe auch die Datenschutzerklärung.

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